Die Sommerferienreisezeit beginnt…

 

…und mit ihr werden wieder zahlreiche Urlauber das Flugzeug als Reisemittel wählen.

Grund genug für uns, dass wir uns im Mai-Blog mit dem Thema „Airport-Werbung“ beschäftigen wollen.

Flugverkehr im Aufwind:

Das weltweite Passagieraufkommen steigt. 2025 rechnet man mit 9,1 Mrd. Fluggästen. Auch in Deutschland zeigen die ersten Quartalszahlen 2017 einen Zuwachs. So konnte bspw. der Flughafen München im Vorjahresvergleich einen Passagierzuwachs von 5,3% verbuchen.

Zielgruppen:

Gleich zwei attraktive Gruppen stehen an den Flughäfen in den Startlöchern: Urlaubsreisende (offen für neue Eindrücke) und Geschäftsreisende. Diese sind meistens konsumfreudig und verfügen über ein hohes HHNE.

Zwischen 35% (HAM Airport) und 42% (MUC Airport) beträgt der Anteil der Business Reisenden. Dabei sind Geschäftsleute häufig Vielflieger – über die Hälfte der Business Reisenden ist mindestens einmal pro Monat oder häufiger am Flughafen unterwegs. Aufgrund der teils langen Aufenthaltsdauer an Flughäfen (30 bis 140 Minuten) finden Fluggäste die Zeit, Werbebotschaften wahrzunehmen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Affinität Konsum- und Gebrauchsgüter

Elektronische Geräte, Finanzen, Luxusartikel, um nur einige Beispiele zu nennen: Die Anziehungskraft der Konsum- und Gebrauchsgüter auf die Flugreisenden ist deutlich ausgeprägter als in der Durchschnittsbevölkerung. Das heißt mit anderen Worten: Die Werbung fällt hier auf äußerst fruchtbaren Boden. Die „Luxus- und Lifestyle-Studie“ von Media Frankfurt belegt, dass 77% der Passagiere luxusaffin sind und 76% zumindest gelegentlich hochwertige Accessoires am Flughafen kaufen.

Die Kommunikationsziele der Marken sind dabei unterschiedlich. Genauso unterschiedlich wie vielfältig sind die Werbemöglichkeiten am Airport – vom CLP über digitale Screens, von der Flugzeugbeklebung bis zur Smartphone-Ladestation. Zahlreiche Alternativen eignen sich zur Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen.

Das bekannteste Beispiel für einen gezielten Markenaufbau am Flughafen ist Sixt, welche mit ihrer langjährigen und meist außergewöhnlichen Präsenz an den Airports Image und Bekanntheit maßgeblich geprägt hat:

Quelle: www.horizont.net

Copyrights: Flughafen Düsseldorf GmbH / Fotografie: Andreas Wiese

Weitere Medien am Airport (analog und digital)

Bildmaterial nicht zur Weiterverwendung gekennzeichnet!

Das Werbung am Flughafen wirkt, wurde zu letzt am Düsseldorfer Flughafen 2016 in Zusammenarbeit mit dem IFAK Institut bewiesen:

Befragt wurden rund 500 Reisende im Umfeld der Gates B. Im ersten Schritt wurde festgestellt, welche Werbeformen von Business- oder Privatreisenden am stärksten wahrgenommen werden. Das Colorama 4/1 erzielte mit 23% die höchste Awareness, noch vor Megaposter oder Spann-Dia. Auf die Frage, wie die Passagiere die Eigenschaften des Werbeträgers einschätzen, standen die Bezeichnungen „hochwertig“, „innovativ“ und „sympathisch“ an erster Stelle. Der durchschnittliche Recognition-Wert aller Testmotive lag dabei bei 30%. Auch die durchschnittliche Markenerinnerung fällt mit 42% relativ hoch aus. Die Kreation der Kampagne beeinflusst maßgeblich den Werbeerfolg. Das volle Wirkungspotenzial einer Kampagne, unabhängig vom Werbeträger und dessen Standort, kann allerdings nur entfaltet werden, wenn das Kampagnenmotiv ansprechend gestaltet und die Botschaft gut zu erfassen ist.

Auch die Digitalisierung schreitet an deutschen Flughäfen voran und moderne Screens erobern die Flughäfen:

Der Düsseldorfer Flughafen gilt als Vorreiter im Bereich DOoH. 2003 startete hier der DUS AD WALK. Auch der DUS AD GATE (Spot wird während des Boardings in bestimmte gebuchte Destinationen integriert.) hat großen Anklang gefunden und eignet sich perfekt um die gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Im Hamburger Flughafen wird diesen Sommer die 3. Ausbaustufe der Digitalisierung erreicht und in München hat man mit der Eröffnung des Satelliten 2016 GROßartige digitale Umsetzungen geschaffen.

Allerdings besteht keine Kannibalisierung zu bestehenden klassischen Werbeflächen: Digitale Screens gelten als zusätzliche hochattraktive Werbemöglichkeit, als Ergänzung an relevanten Standorten wo bisher noch keine Werbeflächen installiert waren. Dabei gefällt den Passagieren digitale Werbung (81%). 80% sind der Ansicht, dass digitale Werbung Marken ein modernes Image verleiht.*

COMING SOON: Neue digitale Werbeflächen

 

Flughafen Berlin-Schönefeld

  • Der Flughafen wird auch nach der Eröffnung des BER bis mindestens 2023 weiterbetrieben. Das Jahr 2017 wird dabei ganz im Zeichen der Digitalisierung stehen.
  • Vorrausichtlich ab Mitte des Jahres werden großflächige digitale Werbeflächen im Terminal angeboten, welche sich für kurzzeitige und kurzfristige Kampagne eigenen.

Flughafen Düsseldorf

  • Klassische Werbeflächen werden digitalisiert und Bereiche, die bisher noch nicht mit digitalen Werbeflächen ausgestattet sind, werden in das Bewegbild-Konzept aufgenommen.
  • Weiterhin wird das Werbemedium DUS AD GATE als Standard-Medium beim Bau neuer Gate-Bereiche etabliert und im Gate-Bereich C anhand einer veränderten Gestaltung der Boardinggates zu einer erhöhten Wahrnehmung führen.

Flughafen Frankfurt

  • Dynamic Content – differenzierte Aussteuerung von Inhalten z.B. je nach Flugdestination, Wetterlage/ Temperaturen, Verkehrslage und Uhrzeit
  • Gate TV Exclusive –  Content Partnership: Plattform für Spots und Unternehmensfilme (11 Minuten/ Stunde, Ausstrahlung in allen Gates)

Flughafen Hamburg

  • Hier gibt es ab Juli 2017 sieben neue Multi-Display-Screens im Sicherheitsbereich und drei in der Gepäckausgabe.
  • Des Weiteren werden zwei Großbildleinwände (LED) im öffentlichen Bereich installiert.

Flughafen München

  • Erweiterung UDS Anzeigen (Universal Display Station – Fluginformationssystem) im öffentlichen Bereich: Neben den Fluginformationen sollen hier aufmerksamkeitsstarke Screens vor der Sicherheitskontrolle die zielgruppengenaue Ansprache ermöglichen.
  • Digitalisierung Terminal 1: viele weitere neue digitale Flächen ergänzend für 2018 aktuell in Planung.
  • Terminal 2: Digitale Image Wall & Digitale Stelen (ab Juli 2017).

 

Für weitere Infos behaltet unseren Twitteraccount und unsere Newsbeiträge im Auge 🙂

 

Mit einem Video von DUS Airport möchten wir für heute schließen und wünschen allen eine tolle Urlaubs-/ Reisezeit. Nächsten Monat schauen wir, warum sich das Gerücht des „medialen Sommerloch“ so hartnäckig hält.

Quellen:

Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Flughafen Düsseldorf GmbH, DUS International Airport Advertising Studie, Flughafen DUS Wirkungsstudie 2016, ACI Global Traffic Forecast 2006-2025, Edition 2007
Flughafen München GmbH
Flughafen Frankfurt GmbH, *Digital Airport Stories Media Frankfurt / GFK, 2014, Luxus- und Lifestyle-Studie Media Frankfurt / GFK, 2015
invidis, DMI (Digital Media Institut)

ACI Global Traffic Forecast 2006-2025, Edition 2007

 

Liebe Grüße,
Johanna und Sibylle