< zurück

 

8. April 2024

EM 2024: Das neue Sommermärchen für die Medienlandschaft?

Zwischen Jubel und Strategie – Wird die EM 2024 wirklich das neue Sommermärchen für die Medienlandschaft?

Während die Fußball-EM 2024 mit großen Schritten näher rückt, steigt die Vorfreude – sowohl bei Sport- Fans als auch den Strategen der Werbebranche. TV-Sender, Verlage und Plattformen blicken dem Sport-Spektakel hoffnungsvoll entgegen. Die große Frage, die sich nun stellt und die die Redaktion von Horizont aufgegriffen hat, lautet: Wird die kommende EM wirklich das neue “Sommermärchen” für die Medienlandschaft?

Die Zeichen stehen definitiv auf Veränderung: Die Werbebranche, insbesondere Sender und Vermarkter, rüstet sich für eine deutliche Steigerung der Nachfrage nach Werbeplätzen. ZDF lockt mit attraktiven Werbepreisen für Spiele ohne deutsche Beteiligung, während RTL und die Telekom ihre Übertragungsrechte als Vorteil für Werbekunden herausstellen.

Doch das schwierige wirtschaftliche Umfeld könnte die erwartete Steigerung der Werbeeinnahmen trüben. Neben einer starken Leistung der deutschen Mannschaft sowie einer erhöhten Fan- Identifikation ist eine grundsätzlich optimistische Stimmung im Land entscheidend, ob im Werbeumfeld ein Hype entsteht.

Sollte die ersehnte Euphorie ausbleiben, könnte es lediglich zu einer Umschichtung der Werbebudgets kommen, statt zu einem wirklichen Netto-Plus.

Trotz dieser Herausforderungen wird die UEFA Euro 2024 als riesige Chance für die Werbeindustrie gesehen, um die Markenpräsenz zu stärken und die Konsumentenstimmung positiv zu beeinflussen. Verschiedene Medienhäuser und Plattformen, auch solche ohne Übertragungsrechte, sind dabei, ihre Strategien zu schärfen um ihre Werbeeffekte durch das Turnier zu maximieren. Die Erwartungen sind vielfältig, während einige einen deutlichen Umsatzanstieg erwarten, zeigen sich andere verhalten.

Bei der Frage, welche Gattungen von den Spending-Verschiebungen profitieren, sind sich zum aktuellen Zeitpunkt jedoch alle ziemlich einig: Die Broadcaster, die sozialen Medien und der Bereich (D)OOH.

Das (D)OOH hier vorläufig als Gewinner vom Platz geht, liegt vor allem an der Möglichkeit der “Ausspielung von Spielergebnissen in Echtzeit und einer flexiblen Motiv-Aussteuerung” (Marc Schäfer, Managing Partner bei Carat Deutschland GmbH (dentsu OOH). Er fasst das immense Potenzial, das digitale Außenwerbung für Ereignisse wie diese mit sich bringt, perfekt zusammen – nämlich die Euphorie des Moments einzufangen.

 

Quelle: https://www.horizont.net/medien/nachrichten/uefa-euro-2024-wie-sich-die-medien-fuer-die-fussball-em-aufstellen–und-was-sie-hoffen-duerfen-219037